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30.07.2016
Bildtafel 213: Aest Ordo 5, fol 10 (5. Ordnung des Sommers)

Weil die Wurzel einen brennend scharfen Geschmack besitzt, nannte man angeblich die in Kleinasien und Nordafrika vorkommende Pflanze seit der Antike Pyrethrum nach pyros, dem griechischen Wort für Feuer. Daraus leitet sich der noch heute gültige deutsche Name Bertram (213, II) für die früher medizinisch, besonders gegen Zahnschmerzen verwendete Pflanze ab.
Alpen und Pyrenäen sind die Hauptverbeitungsgebiete des Pracht- oder Strauß-Steinbrech (213, I), der durch seinen großen Blütenstand auffällt und am Rand der schmalen Blätter helle zahnartige Kalkverkrustungen zeigt.. Die felssprengende Kraft, die man der Pflanze nachsagte, nährte die Hoffnung, auch Blasen- und Nierensteine würden durch den getrunkenen Absud zerkleinert.

(Werner Dressendörfer: "Die Pflanzen des Hortus Eystettensis. Ein botanischer und kulturhistorischer Spaziergang durch das Gartenjahr." In: Hortus Eystettensis. Commentarium. A cura di Klaus Walter Littger u.a. Sansepolcro: Aboca, 2006, S. 58-274)
Mit freundlicher Genehmigung von Aboca Museum