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11.12.2016
Bildtafel 347: Aut Ordo 3, fol 3 (3. Ordnung des Herbstes)

Das Alpenveilchen konnte sich dank seiner extravaganten Blüte bis heute in der Gunst der Blumenliebhaber halten. Mit dem Efeublättrigen Alpenveilchen (347, I; 348, I) und dem Europäischen Alpenveilchen (348, II u. III) lernen wir zwei weitere Arten kennen, die in Europa nur noch sehr selten wild anzutreffen sind. Auffällig ist die knollenartige Verdickung des Wurzelstockes, die scheibenartig wirkt und der Pflanze auch ihren alten deutschen Namen Erdscheibe gegeben hat.
Der wärmeliebende Große Speik (347, II u. III), eine Lavendelart (vgl. Tafel 310), ist besonders wegen seiner hohen Triebe und seines Duftes als Zierpflanze sehr beliebt. Üblicherweise blüht er violett-blau, doch sind nichtgefärbte Blütenstände, wie hier im Hortus Eystettensis, durchaus bekannt.

(Werner Dressendörfer: "Die Pflanzen des Hortus Eystettensis. Ein botanischer und kulturhistorischer Spaziergang durch das Gartenjahr." In: Hortus Eystettensis. Commentarium. A cura di Klaus Walter Littger u.a. Sansepolcro: Aboca, 2006, S. 58-274)
Mit freundlicher Genehmigung von Aboca Museum