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16.07.2018
Bildtafel 199: Aest Ordo 4, fol 8 (4. Ordnung des Sommers)

Wie schon auf den Tafeln 117-124 finden sich hier nochmals verschiedene Schwertlilien, die nun allerdings keinen Wurzelstock sondern eine Zwiebel besitzen. Die in verschiedenen Blütenfarben vorgestellten Xiphium-Arten, auch Spanische Schwertlilie (197, II u. III; 202, II u. III) genannt, und die Xiphioides-Arten, die Englische Schwertlilie (198, I; 199,I; 200, I; 201, I), wurden um 1560 erstmals beschrieben und seitdem in Kultur gehalten. Beide stammen aus Spanien, letztere gelangte von dort jedoch relativ bald nach England, wo sie in der Nähe von Bristol kultiviert und gehandelt wurde und deshalb als englische Pflanze galt.
Die bei uns einheimische aber selten gewordene Quirlblättrige Weißwurz (198, II) ist eine nahe Verwandte des Salomonssiegel (92, II u. III), unterscheidet sich von diesem aber augenfällig durch die Anordnung der Blätter.

(Werner Dressendörfer: "Die Pflanzen des Hortus Eystettensis. Ein botanischer und kulturhistorischer Spaziergang durch das Gartenjahr." In: Hortus Eystettensis. Commentarium. A cura di Klaus Walter Littger u.a. Sansepolcro: Aboca, 2006, S. 58-274)
Mit freundlicher Genehmigung von Aboca Museum